Utopien-Lyrik: Meine Welt

„Komm mit, ich zeig‘ Dir meine Welt.“ Ein Gedicht, das Gina Kowalski im Rahmen des Unterrichtsprojektes „Menschheits-Utopien“ geschrieben hat.

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sagte er, und nahm sie mit auf die Party.
Dort bekam sie
Nicht nur Nikotin und Ethanol,
Sondern Drogen verschiedenster Art,
fiese Mischung, schlechtes Fabrikat.
Zusammen mit dem Alkohol:
Das war’s dann wohl.
Er selbst hatte zu viel von dem Zeug genommen
Und war zu high um was mitzubekommen.
Als er wieder runter kam
Hatte er vergessen, wer sie war.
Er las dann in der Zeitung,
ein Mädchen sei an Drogen gestorben,
Doch er machte sich nichts draus,
Ging immer wieder aus
Und ließ sich Jahre später selbst von ihnen ermorden.

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sagte sie und zog sich aus.
Er konnte nicht widerstehen,
sie sagte: „Komm, wir gehen.“
Später stand er da, ohne Leben,
er war verheiratet gewesen
und sagte sich: „Hätte ich eben
nur nicht so leicht nachgegeben.“

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sagte sie, und küsste ihre Freundin.
Weil sie sie liebte.
einfach nur liebte.
Doch schlau war das nicht
Denn sie wurden erwischt.
In ihrem Land war klar,
dass ihre Bindung gegen Gott war.
So wurde ihnen die Freiheit verwehrt
Und sie wurden eingesperrt.

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sagte er, und sie nahm seine Hand, ging neben ihm her.
Doch als sie ankamen waren da keine Kaninchen,
er zeigt ihr keine süßen Tierchen.
Von da an ging ihr Leben bergab,
sie lag nächtelang wach,
war nicht mehr in der Lage zu lieben,
in ihren restlichen Jahren, es waren nur sieben.
Weil sie nicht gegen die Schmerzen ankam
Und sich mit dreizehn das Leben nahm.

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sagte er, und zog sie aus.
Er machte sich nichts draus,
dass sie später schwanger war,
und perspektivlos,
sie zog das Kind allein groß.
Ohne Hilfe, ohne Geld,
in dieser schrecklich kalten Welt.

„Komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.“
Sage ich
Und führe dich
Heraus aus dieser schlimmen Wirklichkeit
In eine andere Welt, in eine andere Zeit.
Wo wir Menschen nicht mehr hassen,
sondern leben, und leben lassen.
Hier wirst du geliebt,
hier wirst du respektiert,
hier gibt es keinen Krieg,
weil niemand die Fassung verliert.
Hier löst man Konflikte mit Worten,
hier sind alle Menschen gleich,
hier herrscht die Gerechtigkeit.
Es gibt hier keine Religion,
weil jeder an sich selbst glaubt.
Es gibt hier keine Macht, weil niemand auf den anderen herabschaut.
Wen du liebst ist hier egal,
denn du liebst diesen Menschen nun mal.
Was du bist, kannst du selbst entscheiden,
denn es wird dir hier niemand vorschreiben.
Regeln gibt es hier keine,
weil jeder weiß, was richtig ist,
und jeder wird dir helfen,
weil jeder weiß, wie wichtig du bist.

Also komm mit, ich zeig‘ dir meine Welt.
In der dich niemand verurteilt, weil du anders bist,
und wo Nächstenliebe das wichtigste ist.
Eine Welt, in der Frieden herrscht, für immer.
In der echten Welt wird es immer schlimmer,
es sterben Männer, Frauen, Kinder
Unschuldige im ewigen Krieg
Den keiner siegt.
Bitte sag mir, warum?
Warum tun die Menschen das?
Bitte gib mir einen Grund,
warum gibt es so viel Hass?

Gina Kowalski

Diese Gedicht entstand im Rahmen des Unterrichts-Projektes Menschheits-Utopien. Weitere Schüler-Beiträge zu diesem Projekt finden sich unter dem Schlagwort Utopien.

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